Freitag, 4. Januar 2013

Santos macht sich fit für 2014

Santos ist der Hafen Brasilien, der Fußballverein Pelés und die Kaffeesorte, die ich am liebsten trinke.Grund genug hier vorbeizuschauen.

Erwartet habe ich eigentlich eine Megastadt, so wie Sao Paolo auch. Aber es geht vorbei an Industrieanlagen bis irgendwann ein Schild Centro auftaucht und man sich ein Parkplatz sucht. Und dann findet man sich in etwas kleines, fast verträumtes Städtchen wieder, das sich auf die WM 2014 vorbereitet und herausputzt. Man möchte sich anscheinend nachhaltig präsentieren.

So wird die Strassenbahn reaktiviert und eine Touristenbahn eingerichtet:


Ein Waggon der Touristenbahn von Santos

Man kann diese nehmen oder auch den "touristischen Spaziergang" machen:


Freitag, 21. Dezember 2012

Nach Weihnachten geht der Weihnachtsmann an den Strand

Selbstverständlich kennen die Brasilianer auch den Weihnachtsmann. Überall kann man ihn vor Weihnachten sehen. Anscheinend finden Brasilianer den Mann im roten Mantel mit Schlitten so faszinierend, dass sie über all in der Stadt Szenen mit Weihnachtsmännern in roten Mänteln und winterlicher Begleitung aufstellen. Meistens sind die so kitschig, dass man sich mit einem "Mein Gott" einfach abwendet.

Aber dieser Weihnachtsmann mit Saxophon und einer Hundekapelle hat es mir dann doch angetan:

Eine Weihnachtsmannkapelle vor einem Kaufhaus in Sao Paolo

Und was passiert mit dem Weihnachtsmann nach Weihnachten? Bei uns werden stehen sie ja noch bis Sylvester oder Dreikönige herum und werden dann einfach weggeräumt.

In Sao Paolo werden sie umgezogen:

Freitag, 7. Dezember 2012

Spaziergänge durch Vila Madalena, Liberdade und Bela Vista

Eine Stadt lernt man nur dann kennen, wenn man sie sich wirklich zu Fuß erkundet. Sao Paolo ist recht groß und eben auch gefährlich, da sollte man sich auf die Viertel beschränken, die eher friedlich sind oder von denen gesagt wird, dass sie ungefährlich sind.

Das Künstlerviertel Vila Madalena wurde am Rand des Stadtteil Pinheiros gebaut. Eigentlich war es wohl mal eine Art Favela, die gentrifiziert wurde. Die Häuser hier sind alle bemalt. Allerdings darf man sich nicht täuschen, es handelt sich um kleine Häuser in einer Nachbarschaft, in der Appartmenthäuser richtig Gewinn abwerfen würden.

An einem Abhang im Viertel Vila Madalena sind alle Häuserfronten bemalt

Ein paar Ecken weiter in das Viertel hinein, sieht man noch Häuser, die eher ursprünglichen Zustand des Viertels darstellen.

Freitag, 23. November 2012

Banespa - das Empire State Building von Sao Paolo

Vor hundert Jahren stand an dieser Stelle nur das Martinelli Gebäude auf der rechten Seite. Damals war Sao Paolo eher eine gemütliche, kleine Stadt. Zur Zeit der wirtschaftlichen Depression muss auf irgendeine Weise Geld nach Brasilien geflossen sein. Jedenfalls konnte während des zweiten Weltkriegs der Banespa Turm hinten gebaut werden. Dies war dann der Anfang einer stürmischen Entwicklung, die in den 50ern und 60ern das Zentrum Sao Paolos gründlich verändert hat.

Der Weg zum Banespa Turm führt am Martinelli Gebäude vorbei


Schön, dass der Banespa Turm zum einen auf einer Anhöhe liegt und zum anderen oben eine Aussichtsplattform hat, weswegen sich diese Veränderungen gut würdigen lassen.

Freitag, 9. November 2012

Der italienische Zirkus in Sao Paolo

Es handelt sich dabei um das zweithöchste Haus in Sao Paolo. Hier residiert der "circulo italiano", dies ist keine Mafia sondern ein offener Zusammenschluss italienischer Einwanderer. Um 1900 wurde er gegründet und im Jahr 1953 war Sao Paolo dann zum einen so groß, dass das Vereinslokal mitten in der Stadt stand und ein Hochhaus sich lohnte zu bauen. In einigen Stockwerken ist trifft sich nun dieser italienische Kreis, die anderen sind vermietet.

Selbstverständlich gibt es oben eine Besucherterrasse, die man allerdings nur in zwei Etappen erreichen kann. Zunächst ein Aufzug bis zur Mitte, dann ein wenig den Korridor weitergehen und in einem zweiten den Rest zurücklegen. Nicht beim ersten Stopp schon versuchen, eine Terrasse zu finden! Dann verläuft man sich nur, wird aber von umsichtigen Brasilianern wieder auf den richtigen Weg zurückgebracht.

Das Hochhaus vom circulo italiano vom Ausgang der Metrostation aus gesehen.

Die Aussicht von oben verschafft einem einen richtigen Überblick über Sao Paolo:

Freitag, 26. Oktober 2012

Amber Fort - eigentlich mehr ein Palast


Das Amber Fort war eigentlich die Hauptstadt eines Rajputenreiches. Die Rajputen waren als Krieger gefürchtet, weil sie immer bis zum letzten Mann kämpften, auch wenn es aussichtslos war, den Kampf zu gewinnen. Jai Singh II, der Gründer von Jaipur, bevorzugte eher Diplomatie als Kampf. Er ging eine Allianz mit den Moguln ein, so dass die befestigte Stadt in den Bergen gar nicht mehr benötigt wurde.

Da nun Frieden war, wurde das Fort zu eher repräsentativen Palast ausgebaut.

Auf dem Bild sind die Befestigungen auf dem Berggrat deutlich zu sehen. Das war alles mal wesentlich grösser. Durch das Tor rechts kommen die Elefanten mit Touristen hinein. Ich hatte bestimmt keine Angst mich von einem Elefanten tragen zu lassen. Aber die Tiere taten mir einfach leid, so nahm ich das Taxi hinauf.

Der erste Hof vom Amber Fort, hier kommen die Elefanten mit den Touristen an.

Aber dies ist nur der erste Teil des Vorhofs des eigentlichen Palasts. Durch aufwändig geschmückte Tore kann dieser betreten werden:

Freitag, 12. Oktober 2012

Der Maharaja von Jaipur und ein Platz zum Ausruhen

Zwar wird Jaipur schon lange nicht mehr von einem Maharaja regiert, das bedeutet aber noch lange nicht, dass dieser einfach verschwunden ist. Er residiert mit seiner Familie im "Mondpalast", der wiederum Teil des Stadtpalasts von Jaipur ist. Wenn er nicht auf Reisen und tatsächlich in der Stadt ist, werden zwei Fahnen gehisst, eine ganze und eine, die ein viertel der Fläche hat. Dann freuen sich die Jaipuris. Jedenfalls behaupten sie dass, wenn man sie darauf anspricht.

Der Stadtpalast ist Touristen zugänglich, von hier kann man auch schön den Mondpalast sehen:

Blick vom Stadtpalast auf den Mondpalast, der weiß hinter der rosa Mauer zu sehen ist

Es gibt im Stadtpalast jede Menge an Museen, Geschäften und auch eine Teestube, aber keine Bank zum einfach in den Schatten setzen.