Donnerstag, 26. April 2018

Von Dingle nach Castlegregory

Am letzten Tag der Irland Reise ging es über den Connor Pass auf die Nordseite der Dingle  Halbinsel. Bisher fuhr ich meistens an der Küste entlang. Diesmal ging es auf Serpentinen mehrere hundert Meter hinauf. Oben ankekommen waren wir die ersten an einem Parkplatz. Die Aussicht war schon phantastisch und ein kleiner Weg lud zu einer Art Gipfelsturm ein.

Ich ging dann mit meinem Bruder einfach einmal los. Ob es wirklich zu einem Gipfel ging, war unklar. In jedem Fall wollten wir nach 15 Minuten wieder umkehren.

Der Weg lohnte sich. Von einer Stelle aus konnte man die Skelligs mit ihrem Kloster sehen.

Der Blick auf die Berge von der Dingle Halbinsel

Das Dreieck in der Mitte musste es. Wieder stellten sich mir die Fragen. Wie kamen die Mönche auf die Idee dort zu bauen? Die Lebensmittel mussten mit Booten regelmäßig dorthin gebracht werden. Was war das für eine Gesellschaft, die so etwas organisierte? Da waren ja Bauern, die einen Teil ihrer Ernte abgaben, damit diese Priester auf einer Insel meditierten. Was hatten diese Bauern davon?

Wir kehrten an dieser Stelle um.

Dienstag, 24. April 2018

Dingle - Einmal um die Halbinsel

„Today it is lovely“ grinste uns der Kellner im Frühstücksraum an. Als gebürtiger Pakistaner freute er sich über die Temperaturen im Bereich der 25 °C. Für Iren war das eine Hitzewelle.
Wir gaben dem Kellner recht und beschlossen einen entspannten Tag zu machen. Es galt ein wenig die Halbinsel von Dingle zu erkunden. Wir wollten einfach „wild atlantic way“ folgen, das Meer und die Küste betrachten und bei dem einen oder anderen Ort anhalten und etwas ansehen.

Nach ein paar Minuten kamen wir in Ventry an und die eben noch wolkenverhangene Bucht mit der Regatta, sah ganz anders aus. Wir gingen den Strand hinauf und hinunter.

Die Bucht von Ventry bei Sonne

Danach führte uns der Ausflug zu uralten Festungen, Lämmern, die als Fotokulisse dienten, Iren, die ihre Bienenkorbhäuser verteidigten Besitz verteidigten und weißen, gälischen Mädchen, die kicherten. Wir genossen die Aussichten auf Meer nach Blasket Island und beendeten den Tag mit einem Besuch bei einem irischen Nationalhelden, der die Antarktis erkundete.

Donnerstag, 19. April 2018

Ventry -- Regatta und Alles was Du brauchst

Das Auto durfte den Parkplatz am Hotel nicht verlassen. Ich hatte keine sonderliche Lust zum Fahren und die Passagiere schon gar nicht. Das Mädchen hinter der Rezeption wunderte sich über die Frage nach einer gemütlichen Tour um Dingle, die auch von nicht sonderlich geübten Wanderern gemacht werden könnte.

Ventry“, schlug sie vor. Zum Nachbarort von Dingle könnten wir oben über den Bergrücken gehen. Das wäre kürzer und nicht so befahren wie die Straße am Meer entlang. Sie griff nach einem Plan und zeichnete die „high road“ nach ventry ein. Ich summte zum Song von Runrig „I'll take the high road, you take the low road“. Erfreut sang sie mit und lachte.

Das war dann schon einmal ein guter Start in den Tag. Beim Verlassen des Hotels sah ich noch einen Hinweis auf eine Regatta, die tatsächlich an diesem tag in Ventry veranstaltet wurde. Konnte der Tag noch besser werden?

Blick auf die Wolkenverhangene Bucht von Ventry

So präsentierte sich die Bucht von Ventry nach einer unterhaltsamen Wanderung.

Sonntag, 15. April 2018

Skellig - Die Felsen im Meer

Da gab es dieses Bild von der Felsentreppe zu einem Kloster oder einer Kirche ganz oben auf einem Berg. Das war die Motivation nach Irland zu fahren. Sonst gab es dort ja nur Kühe, Milch und Whiskey. Der Besuch dieses Klosters auf dem Skellig Felsen sollte der kulturelle Höhepunkt der Reise werden.  Leider liegt der Felsen vor der Küste und kann nur mit einem Boot erreicht werden.  Über das Internet konnten diese Boote nicht so leicht gebucht werden. Im Vorfeld anrufen und dann mit diesem irischen Englisch zu kämpfen, war meine Sache nicht.

Vom wild atlantic way auf die wilde Küste geblickt.

Wir fuhren da einfach mal vorbei. Bei dem Wetter konnte es nur besser werden. Von Valentia Island sollten die Boote gehen. Wenn nicht, wollten wir den Ring of Kerry weiterfahren. Der sollte an allen Sehenswürdigkeiten von Kerry vorbeiführen.

Mittwoch, 11. April 2018

Killarney am wild atllantic way

Mit dem Auto ging es nach Killarney, der Touristenhochburg in Kerry County. Ich befuhr den wild atlantic way. Dieser war seinem Namen gerecht wirklich wild. Die Kurven waren zahlreich, die Breite eher gewöhnungsbedürftig. In aller Regel konnten zwei Autos aneinander vorbeifahren, wenn beide nur ein wenig in dem Schotter neben dem Asphaltband fuhren. Die Zweige der dort wachsenden Hecken und Büsche schrammten am Blech. Laut Mietvertrag wurden Lackschäden kleiner als ein 5 Eurostück nicht berücksichtigt.

Anfangs fand ich es spannend, wenn jemand entgegenkam. In dem Fall stellte ich mir vor, auf einem Pferd zu reiten und dem entgegenkommenden Reiter die rechte Hand reichen zu wollen. Das war dann auch der Abstand, in dem das klappte. Ich schaute nicht auf die linke Seite, sondern auf den Fahrer, der rechts vorbeifuhr. Zunächst ging ich vom Gas und fuhr langsam vorbei. Mit der Zeit wurde ich mutiger und fuhr ein wenig  schneller.

Als auf der linken Seite ein Pfeiler aus Stein anstatt auszuweichen einfach laut gegen den Kotflügel schlug, beschwerten sich meine Passagiere und erzwangen ein langsameres Weiterfahren. Trotzdem kamen wir am Vormittag in Killarney an.

Wohin fahren? Was war der Plan? Zum Glück befand sich am Ortseingang von Killarney die Kirche der heiligen Maria mit einem großen Parkplatz.

Der prächtige Altar von St. Maria in Killarney

Es ging hinein in eine der größten Kirchen Irlands.

Montag, 9. April 2018

Blasket Island

Wer nach Irland fliegt, mietet sich ein Auto und schaut sich einfach alles an. Die Insel ist klein, überall kann in einem „Bed and Breakfasts“ übernachtet werden. So wurde mir das, als die Idee „lass uns doch mal Urlaub in Irland machen“ geäußert wurde, auch versprochen. Meine Mutter wollte allerdings nicht immer den Koffer aus- und wieder einpacken. Der Bruder schlug einen Flug nach Kerry vor, dann wären wir schon weit weg von Dublin. Von einem Ort in der Nähe sollte es doch möglich sein, einen großen Teil der Insel zu besuchen.

Die Wahl fiel dann auf ein Hotel in Dingle. Die Entfernungen schienen gar nicht mal so groß und so fand ich mich im Juli 2016 auf einem Boot wieder, das mich auf eine Insel vor Dingle brachte. Das war der erste Ausflug.

Die Fahrt von Kerry nach Dingle hatte mehr Kurven als Kilometer. Das mit dem „alles Anschauen“ war mit der Anfahrt schon Geschichte.

Blick auf die spanischen Piers von Dingle

Am ersten Tag sollte nicht gefahren werden. Dafür war meine Anreise dann doch zu hektisch gewesen. Warum nicht einen Ausflug per Boot machen? Am Hafen wurde eine Tour nach „Blasket Island“ angeboten. Der Preis schien mir recht hoch, dafür konnte noch ein Delphin gesehen werden und es gab Erklärungen einer Führerin.

Ihr Englisch war, zu meiner Überraschung, leicht verständlich. So lauschte ich Erzählungen von vergangenen Zeiten.

Donnerstag, 22. März 2018

Budapest - Kultur drinnen und draussen

Am dritten Tag in Budapest wollten wir die Prachtstraßen besuchen. Dazu ein wenig geschichtliches aufnehmen bei einer Führung durch Pest. Beim Frühstück im Hotel entdeckte ich das auf einem Flyer. Nach dem Mittag konnte die Synagoge besucht werden, wenn wir sie denn finden würden.

Zwei Häuser bilden eine Art Eingang zu einer Straßenflucht

Ich war ja gespannt, ob das ungarische Volkstanzfest begeistern würde. Es fand in der Nähe der Franz-Liszt-Akademie statt, in der wir vielleicht auch einem Konzert lauschen wollten.

Was wurde aus dem Plan?

Dienstag, 20. März 2018

Die Hauptstadt des Königreichs Mariens

Höhepunkt des zweiten Tags in Budapest sollte der Besuch einer Badeanstalt sein. Der Weg dorthin sollte durch die Fußgängerzone zur großen Markthalle führen. Nach einer Stärkung, die bestimmt viel zu teuer war, wollten wir über die Brücke zum Gellertbad gehen und dort das Wellnessangebot wahrnehmen.


Der Westbahnhof Budapests von seiner besten Seite.

Der Tag fing herrlich an. Der Westbahnhof zeigte sich von seiner besten Seite.

Es kam natürlich alles ein wenig anders als gedacht und offenbarte eine, mir unbekannte, fromme Seite des katholischen Glaubens.

Montag, 19. März 2018

Budapest - ganz fremd

Da blickte ich hinunter auf Buda oder Pest. Auf was, wusste ich nicht. Auf einer Seite der Donau war Pest, auf der anderen Buda. Am Tag zuvor kamen wir in Budapest an. Direkt am Flughafen konnte man ein drei Tagesticket für die Busse und Bahnen kaufen, mit dem auch Fahrt in die Innenstadt bezahlt war. So sparten wir die Fahrt mit dem Taxi ein und spürten schon mal den Flair des neuen, unbekannten Landes.

Und fremd kam mir das Ungarn vor. Es legte einen herein, weil das, was da in lateinischer Schrift zu lesen war, sich doch nicht zu bekannten Wörtern oder Strukturen zusammen setzen ließ. Die Aussprache war dann wieder ganz anders. Das machte die Fahrt mit der Bahn in die Stadt entsprechend interessant. Zum  Glück saß man sich auf Holzbänken gegenüber. Ein Plan mit den Linien war nicht auszumachen und jede Station versteckte die Namensschilder auf kreative Weise. Die Lautsprecheransagen passten nicht zur Schreibweise der Stationen. Unser Gegenüber blickte auf die Adresse des Hotels und zeigte mit der Hand die Zahl der Haltestellen, bis wir zu wechseln hatten.

Unser Hotel lag von hier oben aus gesehen schräg hinter dem Parlament. Das ist das Gebäude mit der Kuppel am Horizont. Im Hotel gab es tatsächlich die versprochene Einrichtung aus der Jugendstilzeit. Im Untergeschoss war damals wohl auch ein Jazzkeller.

Die Strasse hinauf zum Burgberg, der Blick zur Donau zur Rechten.

 Am nächsten Morgen ging es hinauf zur Burg um einen Überblick zu gewinnen. Jedenfalls dachte ich, dass dort auf dem Berg gegenüber eine Burg wäre.

Wir gingen zu Fuß von der Seite hinauf. Unterwegs besuchten wir eine Galerie, die merkwürdig, moderne Fotographie ausstellte. Es ging wohl um eine Art Performance, die dokumentiert wurde. Nach unserem kurzen Besuch wussten wir, dass die modernen Ungarn in Budapest auch wirklich Kunst kannten. Ein eigentliches Geschäftsmodell präensierte sich dem beiläufigen Besucher abar nicht.  Jedenfalls wurde uns überhaupt nichts greif- oder kaufbares angeboten.