Freitag, 26. Oktober 2012

Amber Fort - eigentlich mehr ein Palast


Das Amber Fort war eigentlich die Hauptstadt eines Rajputenreiches. Die Rajputen waren als Krieger gefürchtet, weil sie immer bis zum letzten Mann kämpften, auch wenn es aussichtslos war, den Kampf zu gewinnen. Jai Singh II, der Gründer von Jaipur, bevorzugte eher Diplomatie als Kampf. Er ging eine Allianz mit den Moguln ein, so dass die befestigte Stadt in den Bergen gar nicht mehr benötigt wurde.

Da nun Frieden war, wurde das Fort zu eher repräsentativen Palast ausgebaut.

Auf dem Bild sind die Befestigungen auf dem Berggrat deutlich zu sehen. Das war alles mal wesentlich grösser. Durch das Tor rechts kommen die Elefanten mit Touristen hinein. Ich hatte bestimmt keine Angst mich von einem Elefanten tragen zu lassen. Aber die Tiere taten mir einfach leid, so nahm ich das Taxi hinauf.

Der erste Hof vom Amber Fort, hier kommen die Elefanten mit den Touristen an.

Aber dies ist nur der erste Teil des Vorhofs des eigentlichen Palasts. Durch aufwändig geschmückte Tore kann dieser betreten werden:

Freitag, 12. Oktober 2012

Der Maharaja von Jaipur und ein Platz zum Ausruhen

Zwar wird Jaipur schon lange nicht mehr von einem Maharaja regiert, das bedeutet aber noch lange nicht, dass dieser einfach verschwunden ist. Er residiert mit seiner Familie im "Mondpalast", der wiederum Teil des Stadtpalasts von Jaipur ist. Wenn er nicht auf Reisen und tatsächlich in der Stadt ist, werden zwei Fahnen gehisst, eine ganze und eine, die ein viertel der Fläche hat. Dann freuen sich die Jaipuris. Jedenfalls behaupten sie dass, wenn man sie darauf anspricht.

Der Stadtpalast ist Touristen zugänglich, von hier kann man auch schön den Mondpalast sehen:

Blick vom Stadtpalast auf den Mondpalast, der weiß hinter der rosa Mauer zu sehen ist

Es gibt im Stadtpalast jede Menge an Museen, Geschäften und auch eine Teestube, aber keine Bank zum einfach in den Schatten setzen.

Freitag, 28. September 2012

Jaipur - Handel im Schatten des Windpalasts

Eine Attraktion von Jaipur, der Haupstadt Rajasthans, ist der Palast der Winde, der eigentlich gar kein richtiger Palast ist, sondern nur eine Fassade mit Fensternischen. In diese stellten sich die Frauen des Harems um ungesehen das Treiben auf der Strasse beobachten zu können.

Heute werden die Frauen nicht mehr versteckt, allerdings könnte man aus den Fenstern nur auf eine Ausfallstrasse blicken:

Die Fassade bot Frauen Ausblick auf das Treiben auf der Strasse. Heute Ausgangspunkt für Spaziergänge durch die Stadt.

Als ich 1982 in Jaipur war, waren die Stadt der Stadt nicht asphaltiert. Sie waren voller Fußgänger, nur ab und zu versuchten Busse sich Platz zu machen. Direkt im Sand sassen mit Goldschmuck behangene Marktfrauen mit ihren Waren. Der Goldschmuck war die Sparkasse der Familie.

Wie hat sich die Stadt doch verändert!

Freitag, 14. September 2012

Fatehpur Sikri, Taj Mahal - mal anders gesehen

Die beiden Weltkulturerben gehören bei einem Aufenthalt im Norden Indiens einfach dazu. Kann es hier eigentlich etwas zu entdecken geben, das man nicht schon gesehen hat?

Den Anfang macht Fatehpur Sikri, ursprünglich Fatehbad, benannt nach einem Sieg (Fateh) bei der Stadt Sikri. Hier sollte die Hauptstadt eines neuen Königreiches stehen. Leider gab es dann doch zu wenig Wasser, so dass die Idee nach 60 Jahren wieder aufgegeben wurde. Der Name wurde dann zu Fatehpur geändert, die Bauwerke blieben so stehen.

So ist die Anlage bis heute erhalten, einiges, wie zum Beispiel das Solarpanel, wurde angefügt und so sind heute Grüppchen von Touristen unterwegs:

Über einen Hof in Fatehpur Sikri laufen Grüppchen von Touristen

Diese können dann die einzelnen Höfe besuchen und immer neue Paläste entdecken.

Freitag, 31. August 2012

Keoladeo Ghana National Park an statt Agra

Wer am Ganges unterwegs ist, wird auch das Taj Mahal in Agra besuchen wollen. Wer hierbei nicht in der grossen, staubigen Stadt übernachten möchte, hat im nahe gelegenen Bharatpur eine Alternative. Hier gibt es außerdem auch einen Nationalpark, in dem Zugvögel aus Nordasien überwintern. Im direkt am Eingang desselben gelegenen Birders Inn gibt es eine Unterkunft, bei der sowohl ein Besuch des Parks samt Führer, als auch ein Ausflug nach Fatehpur Sikri mit anschließendem Besuch des Taj gebucht werden können.

Der Keoladeo Ghana Park wurde in einem Sumpfgebiet angelegt, damit der Raja im Winter auf Enten- und Gänsejagd gehen konnte. Heute sind auf den Dämmen Fahrradwege angelegt, auf denen die vogelinteressierten Besucher von einem Vogel zum nächsten geführt werden:

Zwei Vogelkundler lassen sich vom Führer Vögel zeigen

Der Tag im Park hat einem wirklich gut getan. Hier gibt es bei weitem nicht soviel Rummel wie sonst in Nordindien. Am Ende des Ausflugs haben wir tatsächlich sogar einen Adler gesehen.

Freitag, 17. August 2012

Gwalior - das Fort mit Null und verbrannten Witwen

Das Fort von Gwalior hat vermutlich die am meisten fotografierte Fassade in Nordindien. Es überragt die Stadt Gwalior und von hier konnte die Gangesebene überwacht werden.

Aufstieg zum Fort von Gwalior mit  Abbildung der Fassade

Der Ort ist voller Geschichten, die einen grausamer und nicht so grausam.

Freitag, 3. August 2012

Orchha - das versteckte Juwel

Wer Orchha besucht, sollte unbedingt im Jahangir Mahal, der Burg von Orchha, übernachten. Hier hat das staatliche Tourismusamt ein Hotel eingerichtet, in dem nicht nur die Maharaja Suite auf einen modernen Stand gebracht wurde.

Die Burg hat mal einen ganzen Hofstaat beherbergt, dazu noch eine Garnison mit mehreren Tausend Soldaten nebst Kriegselefanten. Heute ist die Anlage fast menschenleer und es hat etwas von Geisterstadt:

Die Burg von Orchha ist ein Höhepunkt indischer Architektur. Hier ein Blick auf den Hof der Burg von der Maharaja suite aus

Obwohl ich nur einen Tag in Orchha verbracht habe, habe ich soviel an Geschichten und Eindrücken mitbekommen, dass mir der Aufenthalt dort viel länger vorkommt.