Samstag, 4. Februar 2012

Pilger und Darshan - bezahlt oder frei

Wenn der Sabarimala Tempel in den Bergen der Westghats geöffnet hat, sind an der Südspitze Indiens viel mehr Pilger als sonst unterwegs. Er ist geöffnet an Makaravilakku (immer der 14.1), zur Zeit der Mandala Puja (Beginn Mitte November bis Ende Dezember) und zur Zeit der Chita Vishu (Mitte April bis Mitte Mai).

Es gibt Pilger, die wandern ganz alleine:

An einer Strasse in der Reisschüssel Indiens geht ein einzelner Pilger



Meistens wird aber in Gruppen gewandert. Anfangs ist der Eindruck eher unheimlich: Männer, in schwarz gekleidet, mit einem Beutel auf dem Kopf, gehen schweigend hintereinander her:

drei schwarzgekleidete Männer mit ihren Beuteln auf dem Kopf gehen schweigend auf einer Strasse

Später in Periyar waren dann Busse mit Pilgern unterwegs. Dort geht es durch den Nationalpark über eine Trasse in die Nähe des Tempels, der Rest muss aber zu Fuß zurückgelegt werden:

In Periyar kommen Busse mit Pilgern an

Für die Trasse durch den Nationalpark gibt es solche Gefährte:

Ein Jeep ist mit Früchten und Fahne geschmückt um Pilger zum Sabarimala Tempel zu bringen

Am Tempel angekommen wird dann darshan gemacht, das ist die Begegnung oder auch die Betrachtung mit dem göttlichen Idol. Es wird gebetet und auch etwas geopfert. In der Literatur scheint das etwas privates und persönliches zu sein. Und solange der Tempel unbekannt ist, gilt das auch. Sobald aber der Zauber wirkt, also  jemand nach Absolvierung einer Pilgerfahrt Erfolg gehabt hat, wird der Tempel häufiger besucht und dann gibt es auch mehr Erfolgsgeschichten. So entstehen Tempel, die von immer mehr Pilgern besucht werden.

Die Pilger stehen dann in der Schlange:

Auf Eintritt in den Tempel warten die Pilger am Meenaski Tempel

In Madurai  gab es noch die Möglichkeit des sogenannten "paid darshan", also sich per Zahlung von ein paar Rupies vorzudrängeln.

Bei wirklichen beliebten Tempeln muss man bezahlen und warten, wie beim Venkatesawara Tempel, dort gibt es 50.000 Besucher am Tag.

Aber auch die kleineren Tempel werden gut frequentiert. Und nach dem Besuch im Tempel wird selbstverständlich ein Foto gemacht. Hier in Meditationspose:

Am Ganesha Tempel von Trichy machen Pilger ein Erinnerungsphoto.

Hier die Schlange beim grossen Tempel in Thanjavur, dem grössten Shiva Tempel in Indien:

In Thanjavur stehen Pilger an um den grössten Shiva Tempel Indiens zu besuchen.

Nach dem Besuch im Tempel wollten dann die Grüppchen fotografiert werden:

Eine Gruppe von Männern

Männer sind anscheinend viel scheuer, wie sich beim fotografieren einer Gruppe von Besucherinnen zeigte. Noch stehen sie ganz still:

Eine Gruppe von Frauen

Aber dann wollte sich jede doch mal sehen:

Alle wollen sich auf dem Foto sehen.