Mittwoch, 29. November 2017

Chivay - Durch den Altiplano nach Puno

In Chivay kamen wir mit dem lokalen Bus von Cabanaconde an. Das war eine unvergessene Reise. Mir sind die großen Augen der Kinder noch in Erinnerung. Sie gehörten zu dem Nachwuchs einer Hochlandbewohnerin, die unterwegs zustieg. Die Sitzplätze im Bus waren schon zu Anfang voll. Aber auf den Gängen war noch ein genug Platz für Kartoffelsäcke, Kinder und Frauen, die an jeder Ecke ein- und ausstiegen. Für die Kinder waren die Touristen noch recht neu. Jedenfalls schauten sie einfach nur mit großen, runden Augen.

Die Fahrt dauerte recht lange. Bei der Ankunft in Chivay war beschlossene Sache nach Puno im Touristenbus weiter zu reisen. Er würde das mehrfache kosten, aber dann auch zügig und bequem ankommen. In unserem Hotel konnten wir bequem die Tickets für den nächsten Tag buchen.

In Chivay und auch in Nachbarstadt Yanque wird der Wititi getanzt. Das Denkmal an der Plaza de Armas deutet das an. Mann und Frau haben dabei die gleiche Kleidung und tanzen um einander. Es gilt als Liebestanz und ist ein UNESCO Weltkulturerbe.

Breite Straßen umgeben den Stadtplatz von Chivay. Eine Statue stellt ein Wititi Paar dar.

Bevor wir über den Altiplano nach Puno fuhren, schauten wir uns ein wenig in der Stadt um.

Sonntag, 19. November 2017

Cabanaconde, der Flug des Kondors und der Abstieg nach Sangalle

Am Colca Canyon kann man Kondore sehen, wie sie die Thermik nutzten und sich hoch schwingen, bevor sie ihr Jagdgebiet absuchen. Das war der einzige Grund in Cabanaconde zu nächtigen. Dann konnten wir den frühen Bus von Cabanconde nach Chivay nehmen. Ein paar Kilometer außerhalb liegt die Anhöhe 'Cruz del Condor'. Dort galt es dem Busfahrer Bescheid zu geben. Man sollte genau aufpassen, weil es dort ja nichts gäbe, wurde uns gesagt.

Gespannt fuhren wir im Morgengrauen los. Der Jetlag lohnt sich immer für morgendliche Unternehmungen, wenn man nach Amerika fährt. So richtig aufzupassen, brauchten wir gar nicht. Dem Busfahrer schien schon klar zu sein, dass Touristen ohne Gepäck an dem Parkplatz hinter den großen Kreuzen aussteigen wollten.

Zunächst war niemand auf dem Parkplatz. Weiter unten waren Aussichtsterrassen an der Schlucht. Ein wenig kalt war es. Aber Wolken waren nicht am Himmel. Es würde eine Thermik geben, das war sicher. Die Kondore könnten aufsteigen, wenn sie um diese Zeit noch da waren. In der Regenzeit, die im Januar anfängt, sind sie nicht hier. Wir warteten am 28. Dezember auf ihren Flug.

Blich zum Cruz del Condor von den Aussichtsterrassen aus gesehen.

Fliegen hier wirklich Kondore?

Sonntag, 12. November 2017

Arequipa - das Kloster der heiligen Catalina

Hier in dieser Straße ist das Kloster Santa Catalina zu finden. Es soll die Sehenswürdigkeit in Arequipa, der Stadt im Süden Perus sein. Von dort nimmt man die Busse hinauf in Anden. Wir wollten nach Colca, dem Tal der Kondore. Das war das Ziel dieser Reise in den Süden Perus. Am Vormittag landete der Flieger aus Lima. Das Ticket für den Bus hinauf mussten wir direkt am Busterminal kaufen. Danach hatten wir Zeit für einen Besuch in der Stadt.

Das Kloster beherbergte zu seiner Zeit 300 Nonnen mit ihren Dienerinnen und Sklavinnen. Reche Familien gaben ihre zweite Tochter in das Kloster. Das kostete zwar eine teure Mitgift, machte sich aber gut für Einfluss und Ansehen. Der zweite Sohn hatte die Wahl zwischen Priester, Militär und Mönch.

Hier in dieser Straße steht tatsächlich die Anlage, in der Tausend Frauen irgendwie lebten.

Die Strasse vor dem Kloster mit der Aussenmauer der Anlage.

Es ist äußere Mauer des Klosterareals, das eine Art Dorf in der Stadt bildet. Der Zugang dazu ist bei dem weißen Rundbogen.

Was erwartet einen dort drinnen? Gibt es etwas Unerwartetes zu sehen? Etwas, das ich so noch nie gesehen habe?

Dienstag, 31. Oktober 2017

Vom schönen Tal zum Großkönigstal

Die letzte Ausfahrt mit dem Mietwagen auf Gomera sollte uns nach Vallehermoso, dem schönen Tal, führen. Schon beim ersten Blick auf die mitgemietete Straßenkarte fiel mir dieser Name auf. Schöne Dinge schaue ich mir immer gerne an und die anderen Täler Gomeras hatten wir schon befahren. Laut Karte sollte es dort sogar einen Strand und eine Art Kastell geben.

Am Nachmittag sollte es über Valle Gran Rey zurückgehen. Ich wollte mir Zeit lassen und hoffte trommelnde Zeitgenossen in der Abendsonne beobachten zu können. So wie das klassische Foto mit den bunten Bootsrümpfen in einer Reihe wollte ich am Strand aufgereihte Hippietrommler, die zur Abendsonne blickten, ablichten.

Das wäre dann der gelungene Abschluss des Besuchs von Gomera.

Es fuhr sich am dritten Tag deutlich schneller hinauf in Berge. Die Kurven waren ein wenig Übung schneller zu nehmen. So blieb Zeit für einen Stop bei dem Alto de Garajonay. Von der Straße ist er in ein paar Minuten zu erreichen.

Die Aussichtsstation am Alto de Garajonay

Wie war der Ausblick von dem höchsten Punkt auf Gomera?

Freitag, 13. Oktober 2017

Das Pfeifen der Guanchen, ihre Burg und der beste Drink auf Gomeron

Wir kurvten wieder mit dem Mietwagen nach oben. Die Fortalezza, der Burgberg der Guanchen, sollte erklommen werden. Die blonde Führerin der Wanderung am ersten Tag hatte davon geschwärmt. Der Ort sollte magisch sein. Was immer das hieß. Auch Ungeübte könnten ihn besteigen. Ausser festen Schuhen sollte keine weitere Ausrüstung nötig sein. Die Aussicht sollte wunderbar sein.

Bald waren wir oben auf dem Bergstrassen Gomeras. Nun bekam die Fahrt einen ersten Anflug von magisch. Wie ein asphaltiertes Band schlängelt sich die Strasse dunkel schimmernd durch blassgrüne Täler. Wolken und gelenglicher Nebel benässten die Strasse.

Menschenleer war es hier oben. Nur eine Gruppe Arbeiter in roten Anoraks untersuchte etwas im Gestrüpp.

Auf der ersten Passhöhe machten wir Station an einem Aussichtspunkt.

Der Alto hinten, die Kirche in der Mitte und links die Hände vom Silbo

Es war der Mirador de Igualero. Zu sehen ist im Hintergrund der höchste Punkt Gomeras, der Alto de Garajonay. Dieser ist noch ein wenig höher. Dann gibt es eine kleine Kirche und diese seltsame Figur.

Was soll das wohl darstellen?

Freitag, 29. September 2017

Mit dem Auto nach Agulo, Santa Catalina und San Sebastian

Es ging mit dem Auto los. Bei der Anmietung fiel mir ein Plakat auf, mit einer Aussichtsplattform, die an einer Klippe hing. Angepriesen wurde es als eine unvergessliche Erfahrung. Zu erreichen war sie nur mit einem Auto, da öffentlicher Nahverkehr auf Gomera anscheinend immer über die, leider nicht zentral gelegene, Hauptstadt San Sebastian verläuft. Wer etwas sehen wollte, musste entweder eine organisierte Tour mit Minibus machen oder ein Auto mieten.

Drei Tage hatten wir das Auto. Die erste Fahrt sollte zu dieser Plattform gehen. Dann die Küste entlang nach San Sebastian. Die Wanderführerin hatte von dieser Seite Gomeras nichts erzählt. Auf der mit gemieteten Autokarte waren allerdings einige Kirchen und Dörfer verzeichnet. Sollte Gomera noch etwas anderes bieten als Valle del Rey und Valle Hermoso?

Die Fahrt nach oben war zwar kurvig, aber ließ sich gut fahren. Bei Alajero gab es das angekündigte Volksfest. Da war auch ein Haus mit einem auffälligen Drachenbaum. Den wollten wir auf dem Rückweg besuchen.

Nebel über den Gipfeln von Gomera

Die Berge oben waren im Nebel. Aber es sah nur kalt aus. Die Temperaturen waren angenehm. Wir hielten  auf einem Wanderparkplatz und bewunderten zunächst die Wegweiser mit der Angabe von Streckenlängen. Es war also möglich einfach mal so, von einem Wanderparkplatz aus, etwas abzuwandern.

Ein kurzer Ausflug in den Lorbeerwald musste dann sein:

Sonntag, 24. September 2017

Die Wale vor Playa de Santiage

Ich schwöre, das ist ein Wal, der wenig später auftauchte. Leider wirkt die Größe eines Motivs immer nur, wenn etwas vergleichbares Objekt daneben zu sehen ist. Und bei einem grauen Wal die Größe das Interessante ist, habe ich nur dieses eine Foto von den gesichteten Walen für würdig befunden in den Blog aufgenommen zu werden. Die anderen Fotos zeigen nur etwas Graues, lebendiges im Wasser. Für einen Größenvergleich gab es kein anderes Ding. Kein Boot, keine Möwe, weder Surfer noch Taucher waren neben dem grauen Riesen.

Von einem Boot vor Gomera gesichteter Wal.

Das Angebot mit der Ausfahrt zu den Walen entdeckten wir an der Playa de Santiago. Zu unserer Überraschung bot Gomera, die gebirgigen Wanderinsel, die Möglichkeit Wale zu beobachten.