Samstag, 16. September 2017

Gomera - geführte Wanderung durch den Lorbeerwald

Ich begegnete dem Eisbären auf Gomera, der Insel der Aussteiger. Wenn wir alleine gewandert wären, hätte ich ihn gar nicht entdeckt. Aber wir waren Teil einer etwa 12-köpfigen Gruppe von Touristen, die einer überzeugten Wanderführerin nachliefen. Und so war die Aufmerksamkeit nicht auf Wegsuche und Erkundung des Umfelds gerichtet, sondern eher nach Bildern, die einfach so auffielen:

Ein Eisbärfigur auf einer Gartenmauer in Gomera

Gomera war für mich immer die für Aussteiger und Esoteriker reservierte Insel der Kanaren. So wurde es in einer uralten Folge der Lindenstrasse mal dargestellt. Bei einem späteren Besuch auf Teneriffa hörte ich, Gomera wäre ja auch ganz schön, aber nur mit Fähre zu erreichen und deswegen etwas für Leute, die dafür Zeit hätten. Ein Liedermacher sang ein Schmählied über die Aussteigermütter von Gomera, die am Strand trommeln und sich selber entdecken würden. Einige führende grüne Politiker sollten dort ihr Feriendomizile haben.

Im Herbst 2015 musste diese Insel endlich einmal bereist werden.

Zum Kennenlernen der Insel buchten wir im Hotel eine geführte Wanderung durch den Lorbeerwald mit anschließendem Besuch von Valle Gran Rey, dem Aussteigerort von Gomera. Bei der Buchung des Ausflugs pries die Frau hinter dem Schreibtisch das abendliche Trommeln am Strand von Gran Rey an. Leider könnten wir das nicht sehen, da der Bus zum Abendessen wieder im Hotel wäre. Das müssten wir dann extra organisieren.

Gespannt fuhren wir am nächsten Morgen los:

Freitag, 25. August 2017

Leiden - Stadtbummel mit Universität und Rembrandt

Endlich bummelte ich mal durch Leiden mit einer Kamera. Es galt nicht an der Universität vorbeizusehen oder etwas einzukaufen oder bei einem Umzug zu helfen. Angesagt war das Wetter, die Grachten und die Motive zu genießen.

Zu sehen gab es in der kleinen, aber geschichtsträchtigen Stadt im Umland von Amsterdam genug. Normal wäre ein Besuch bei der Burcht, dem befestigten Hügel in der Mitte der Stadt, auf dem die Leidener Schutz suchten, während sie die Deiche geöffnet hatten und das Umland unter Wasser setzten. Sie waren schon heldenhaft, als sie ihre Unabhängigkeit Anfang des 16ten Jahrhunderts erkämpften.

Wir hatten diese und andere Sehenswürdigkeiten schon längst besucht. Nun war einfach nur ein Spaziergang durch die Stadt angesagt. Es ging es der Ferienwohnung an die Gracht. Dort erwartete mich schon ein erstes Motiv.

Bild von einer Statue an einer Gracht in Leiden

Insgesamt kamen einige Bilder zusammen, zu denen mir einige Anekdoten einfallen.

Sonntag, 13. August 2017

Amsterdam - Rijksmuseum, Grachtenfahrt und Space Cookies

Es ging nach Amsterdam. Unser Gastgeber hatte keine Zeit für uns, ich war ja 'damals' schon einmal ein da und sollte mich auskennen, hieß es.

So stiegen wir mit den Pendlern in die Regionalbahn und kamen tatsächlich nach einer halben Stunde am Hauptbahnhof von Amsterdam an. Die ganze Stadt hat sich seit den 70ern schon ziemlich verändert. Oder war ich es, der sich veränderte und nun das alles mit ganz anderen Augen sah?

Meine Begleitung wollte den Tulpenmarkt sehen und dann noch den Rembrandt im Rijksmuseum. Das sollte doch wohl möglich sein. Wenn dann am Nachmittag noch ein wenig Zeit wäre, könnten wir doch noch eine Fahrt auf den Grachten machen.

Als siebzehn- oder achtzehnjähriger Schüler war ich in den 70ern dort, aber unter kulturelles stellten wir uns damals etwas ganz anderes vor. Ich kann mich an eine Diskothek namens Paradiso erinnern. Dort rauchte man schwarze Afghanen und rote Libanesen. An die Kopfschmerzen vom Genuss der letzteren kann ich mich heute noch erinnern.

Der Reihe nach:

Das Rijksmuseum

Das alte Museum von aussen aus gesehen

Es sieht von außen so gar nicht grandios aus. Bei dem blauen Wetter wollte ich eher etwas anderes besuchen:

Mittwoch, 26. Juli 2017

Valletta nach Sliema auf eigene Faust

Wer schaute uns dort an? Von oben wurden wir gesehen, kaum sah ich das, wurde die Beobachtung verewigt.

Aus einem Fenster schaut ein Malteser neugierig auf den Fotographen

Wir waren wieder in Valletta. Es war der letzte Ausflug auf der kurzen Reise nach Malta. Sowieso hätten wir über Valletta gemusst, wenn wir mit dem Bus etwas besichtigen wollten. Da bot sich doch ein erneuter Besuch an. Und außerdem hatten wir Sliema noch nicht besucht. Das ist der Geburtsort einer entfernten Freundin, die uns immer von der herrlichen Promenade und dem Strand ihrer Heimatstadt erzählt hatte.

So war denn der Plan mit Bus nach Valletta zu fahren, dann von dort mit dem Boot übersetzen und nach Sliema gehen, um Promenade und Strand auszuprobieren. Anschließend sollte es per Bus zurück nach Bugibba gehen.

Zunächst galt es aber noch zu entdecken, was sich in dem Haus mit aufmerksamen Beobachter befand.
Immerhin kamen Touristen aus dem Eingang heraus.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Gozo - für einen Tag mit Bus

So englisch hatte ich Gozo gar nicht erwartet:

Am Busparkplatz von Victoria steht eine rote Telefonzelle vor Blumen und englischem Rasen

Wir kannten den öffentlichen Nahverkehr auf Malta schon recht gut und nahmen den Bus von Buggiba zur Fähre nach Gozo. Es ging vorbei am längsten, aber mit Sonnenanbetern voll gepackten, Sandstrand Maltas zum Hafen Mellieha. Die Fähre wartete schon mit aufgeklapptem Heck. Niemand bot dort ein Ticket an. Wir gingen einfach hinein. Niemand fragte. Auch während der Überfahrt kam niemand, der nach einem gültigen Fahrschein fragte. Nur ein Aushang mit den Preisen für einfach Fahrt und Rückfahrt war zu sehen.

In Gozo angekommen wartete schon ein Bus, der uns hinauf nach Victoria, der Stadt in der Mitte von Gozo, brachte. Die Endhaltestelle war direkt an diesem herrlichen Park mit dem roten, englischen Telefonhäuschen. Der Rasen war tiefgrün, wie es sich für einen englischen gehörte.

Was tun?

Sonntag, 2. April 2017

Von Bugibba nach Comino zur blauen Lagune

Strand in Malta ist generell knapp bemessen. Meistens ist er ja eher felsig und riffig. Für Taucher und Wassersportler ideal, aber für jemanden, der sich nicht so auskennt ist es da das dann doch nicht so das wahre. So waren die Strände in Bugibba gemacht für die Leute, die die Wege in das Wasser genau kannten. Diese gingen barfuß an den Stellen hinein, wo es sandig war. Und sprangen einfach von den Klippen, von denen das einfach möglich war.

Touristen, wie ich, nahmen eher die Leitern oder hatten ihre Füsse mit Gummischuhen geschützt. Das ging zwar ganz gut, aber so richtig toll, war dann doch anders.

Am Hafen von Bugibba wurde uns das Angebote zur Bootsfahrt nach Comino erfolgreich mit dem Hinweis auf den Strand an der blauen Lagune verkauft. Die anderen Argumente mit den Klippen, den Piratenhöhlen und dem Schwimmen vom Boot aus zogen gar nicht so richtig. Aber als der Strand, der klang vielversprechend.

Zunächst wurden Klippen und Grotten mit dem Boot angefahren werden.

Auf der Bootstour nach Comino ein Blick in die Höhle

Wer wollte konnte ins Wasser und bis zu der Grotte im Hintergrund schwimmen. Ich überlegte kurz, ob ich das mitmachen sollte, war aber dann doch nicht bereit in einer nassen Badehose den Rest der Bootsfahrt zu absolvieren.

Wenig später wurden die Schwimmer wieder eingeladen. Und es ging mit dem Boot noch mehrmals in Richtung Klippen. Angeblich waren diese Grotten Verstecke von Piraten. Sie sahen auch richtig beeindruckend aus, aber für ein Foto hielt Boot einfach nicht still genug.

Dann verließen wir die Buch und umrundeten ein paar Klippen.


Dienstag, 28. Februar 2017

Mdina Die stille Stadt

In der Mitte von Malta liegt die Stadt Mdina oder auch Rabat auf einem Berg.  Das hat sich als Ziel des nächsten Ausflugs einfach angeboten. Bestimmt gab es von dem Berg jede Menge Aussicht und Panorama. Und dann bei der Rückfahrt noch einen Besuch in Mosta. Dort gibt es ein riesiges Bauwerk, das anscheinend wichtig war.

Hinter Mosta wurde die Busfahrt spannend. Die Buslinie endete nicht in Mdina. Wir wussten nicht genau, an welcher Station auszusteigen war. Andere Touristen mit Wanderschuhen stiegen weit vor der Siedlung aus.

Zum Glück hielt der Bus vor dem Eingang zur Zitadelle .

Das Stadttor von Mdina mit ihrem Wappen

Durch dieses recht martialische Tor ging es hinein in eine Welt der Ritter, die so nicht angekündigt war. Laut Hotelinformation, galt Mdina als die "stille Stadt", weil es dort ein Nonnenkloster mit Schweigegelübde gab. Die Ritter haben das dann wohl auch heldenhaft verteidigt.

Ganz überraschend begegnete uns in dieser Stadt jemand, der uns, im wahrsten Sinn des Wortes, den Weg zu einer inneren Begegnung mit eben dieser Geschichte wies.