Sonntag, 12. November 2017

Arequipa - das Kloster der heiligen Catalina

Hier in dieser Straße ist das Kloster Santa Catalina zu finden. Es soll die Sehenswürdigkeit in Arequipa, der Stadt im Süden Perus sein. Von dort nimmt man die Busse hinauf in Anden. Wir wollten nach Colca, dem Tal der Kondore. Das war das Ziel dieser Reise in den Süden Perus. Am Vormittag landete der Flieger aus Lima. Das Ticket für den Bus hinauf mussten wir direkt am Busterminal kaufen. Danach hatten wir Zeit für einen Besuch in der Stadt.

Das Kloster beherbergte zu seiner Zeit 300 Nonnen mit ihren Dienerinnen und Sklavinnen. Reche Familien gaben ihre zweite Tochter in das Kloster. Das kostete zwar eine teure Mitgift, machte sich aber gut für Einfluss und Ansehen. Der zweite Sohn hatte die Wahl zwischen Priester, Militär und Mönch.

Hier in dieser Straße steht tatsächlich die Anlage, in der Tausend Frauen irgendwie lebten.

Die Strasse vor dem Kloster mit der Aussenmauer der Anlage.

Es ist äußere Mauer des Klosterareals, das eine Art Dorf in der Stadt bildet. Der Zugang dazu ist bei dem weißen Rundbogen.

Was erwartet einen dort drinnen? Gibt es etwas Unerwartetes zu sehen? Etwas, das ich so noch nie gesehen habe?

Dienstag, 31. Oktober 2017

Vom schönen Tal zum Großkönigstal

Die letzte Ausfahrt mit dem Mietwagen auf Gomera sollte uns nach Vallehermoso, dem schönen Tal, führen. Schon beim ersten Blick auf die mitgemietete Straßenkarte fiel mir dieser Name auf. Schöne Dinge schaue ich mir immer gerne an und die anderen Täler Gomeras hatten wir schon befahren. Laut Karte sollte es dort sogar einen Strand und eine Art Kastell geben.

Am Nachmittag sollte es über Valle Gran Rey zurückgehen. Ich wollte mir Zeit lassen und hoffte trommelnde Zeitgenossen in der Abendsonne beobachten zu können. So wie das klassische Foto mit den bunten Bootsrümpfen in einer Reihe wollte ich am Strand aufgereihte Hippietrommler, die zur Abendsonne blickten, ablichten.

Das wäre dann der gelungene Abschluss des Besuchs von Gomera.

Es fuhr sich am dritten Tag deutlich schneller hinauf in Berge. Die Kurven waren ein wenig Übung schneller zu nehmen. So blieb Zeit für einen Stop bei dem Alto de Garajonay. Von der Straße ist er in ein paar Minuten zu erreichen.

Die Aussichtsstation am Alto de Garajonay

Wie war der Ausblick von dem höchsten Punkt auf Gomera?

Freitag, 13. Oktober 2017

Das Pfeifen der Guanchen, ihre Burg und der beste Drink auf Gomeron

Wir kurvten wieder mit dem Mietwagen nach oben. Die Fortalezza, der Burgberg der Guanchen, sollte erklommen werden. Die blonde Führerin der Wanderung am ersten Tag hatte davon geschwärmt. Der Ort sollte magisch sein. Was immer das hieß. Auch Ungeübte könnten ihn besteigen. Ausser festen Schuhen sollte keine weitere Ausrüstung nötig sein. Die Aussicht sollte wunderbar sein.

Bald waren wir oben auf dem Bergstrassen Gomeras. Nun bekam die Fahrt einen ersten Anflug von magisch. Wie ein asphaltiertes Band schlängelt sich die Strasse dunkel schimmernd durch blassgrüne Täler. Wolken und gelenglicher Nebel benässten die Strasse.

Menschenleer war es hier oben. Nur eine Gruppe Arbeiter in roten Anoraks untersuchte etwas im Gestrüpp.

Auf der ersten Passhöhe machten wir Station an einem Aussichtspunkt.

Der Alto hinten, die Kirche in der Mitte und links die Hände vom Silbo

Es war der Mirador de Igualero. Zu sehen ist im Hintergrund der höchste Punkt Gomeras, der Alto de Garajonay. Dieser ist noch ein wenig höher. Dann gibt es eine kleine Kirche und diese seltsame Figur.

Was soll das wohl darstellen?

Freitag, 29. September 2017

Mit dem Auto nach Agulo, Santa Catalina und San Sebastian

Es ging mit dem Auto los. Bei der Anmietung fiel mir ein Plakat auf, mit einer Aussichtsplattform, die an einer Klippe hing. Angepriesen wurde es als eine unvergessliche Erfahrung. Zu erreichen war sie nur mit einem Auto, da öffentlicher Nahverkehr auf Gomera anscheinend immer über die, leider nicht zentral gelegene, Hauptstadt San Sebastian verläuft. Wer etwas sehen wollte, musste entweder eine organisierte Tour mit Minibus machen oder ein Auto mieten.

Drei Tage hatten wir das Auto. Die erste Fahrt sollte zu dieser Plattform gehen. Dann die Küste entlang nach San Sebastian. Die Wanderführerin hatte von dieser Seite Gomeras nichts erzählt. Auf der mit gemieteten Autokarte waren allerdings einige Kirchen und Dörfer verzeichnet. Sollte Gomera noch etwas anderes bieten als Valle del Rey und Valle Hermoso?

Die Fahrt nach oben war zwar kurvig, aber ließ sich gut fahren. Bei Alajero gab es das angekündigte Volksfest. Da war auch ein Haus mit einem auffälligen Drachenbaum. Den wollten wir auf dem Rückweg besuchen.

Nebel über den Gipfeln von Gomera

Die Berge oben waren im Nebel. Aber es sah nur kalt aus. Die Temperaturen waren angenehm. Wir hielten  auf einem Wanderparkplatz und bewunderten zunächst die Wegweiser mit der Angabe von Streckenlängen. Es war also möglich einfach mal so, von einem Wanderparkplatz aus, etwas abzuwandern.

Ein kurzer Ausflug in den Lorbeerwald musste dann sein:

Sonntag, 24. September 2017

Die Wale vor Playa de Santiage

Ich schwöre, das ist ein Wal, der wenig später auftauchte. Leider wirkt die Größe eines Motivs immer nur, wenn etwas vergleichbares Objekt daneben zu sehen ist. Und bei einem grauen Wal die Größe das Interessante ist, habe ich nur dieses eine Foto von den gesichteten Walen für würdig befunden in den Blog aufgenommen zu werden. Die anderen Fotos zeigen nur etwas Graues, lebendiges im Wasser. Für einen Größenvergleich gab es kein anderes Ding. Kein Boot, keine Möwe, weder Surfer noch Taucher waren neben dem grauen Riesen.

Von einem Boot vor Gomera gesichteter Wal.

Das Angebot mit der Ausfahrt zu den Walen entdeckten wir an der Playa de Santiago. Zu unserer Überraschung bot Gomera, die gebirgigen Wanderinsel, die Möglichkeit Wale zu beobachten.

Samstag, 16. September 2017

Gomera - geführte Wanderung durch den Lorbeerwald

Ich begegnete dem Eisbären auf Gomera, der Insel der Aussteiger. Wenn wir alleine gewandert wären, hätte ich ihn gar nicht entdeckt. Aber wir waren Teil einer etwa 12-köpfigen Gruppe von Touristen, die einer überzeugten Wanderführerin nachliefen. Und so war die Aufmerksamkeit nicht auf Wegsuche und Erkundung des Umfelds gerichtet, sondern eher nach Bildern, die einfach so auffielen:

Ein Eisbärfigur auf einer Gartenmauer in Gomera

Gomera war für mich immer die für Aussteiger und Esoteriker reservierte Insel der Kanaren. So wurde es in einer uralten Folge der Lindenstrasse mal dargestellt. Bei einem späteren Besuch auf Teneriffa hörte ich, Gomera wäre ja auch ganz schön, aber nur mit Fähre zu erreichen und deswegen etwas für Leute, die dafür Zeit hätten. Ein Liedermacher sang ein Schmählied über die Aussteigermütter von Gomera, die am Strand trommeln und sich selber entdecken würden. Einige führende grüne Politiker sollten dort ihr Feriendomizile haben.

Im Herbst 2015 musste diese Insel endlich einmal bereist werden.

Zum Kennenlernen der Insel buchten wir im Hotel eine geführte Wanderung durch den Lorbeerwald mit anschließendem Besuch von Valle Gran Rey, dem Aussteigerort von Gomera. Bei der Buchung des Ausflugs pries die Frau hinter dem Schreibtisch das abendliche Trommeln am Strand von Gran Rey an. Leider könnten wir das nicht sehen, da der Bus zum Abendessen wieder im Hotel wäre. Das müssten wir dann extra organisieren.

Gespannt fuhren wir am nächsten Morgen los:

Freitag, 25. August 2017

Leiden - Stadtbummel mit Universität und Rembrandt

Endlich bummelte ich mal durch Leiden mit einer Kamera. Es galt nicht an der Universität vorbeizusehen oder etwas einzukaufen oder bei einem Umzug zu helfen. Angesagt war das Wetter, die Grachten und die Motive zu genießen.

Zu sehen gab es in der kleinen, aber geschichtsträchtigen Stadt im Umland von Amsterdam genug. Normal wäre ein Besuch bei der Burcht, dem befestigten Hügel in der Mitte der Stadt, auf dem die Leidener Schutz suchten, während sie die Deiche geöffnet hatten und das Umland unter Wasser setzten. Sie waren schon heldenhaft, als sie ihre Unabhängigkeit Anfang des 16ten Jahrhunderts erkämpften.

Wir hatten diese und andere Sehenswürdigkeiten schon längst besucht. Nun war einfach nur ein Spaziergang durch die Stadt angesagt. Es ging es der Ferienwohnung an die Gracht. Dort erwartete mich schon ein erstes Motiv.

Bild von einer Statue an einer Gracht in Leiden

Insgesamt kamen einige Bilder zusammen, zu denen mir einige Anekdoten einfallen.