Freitag, 10. Januar 2014

Frankenweg 2012, dritter Tag mit viel Geschichte

Nach zwei Tagen wandern in der Abgeschiedenheit des Frankenwalds, sollte der dritte Tag doch tatsächlich etwas von Geschichte der Gegend hier erzählen. Vorbei ging es an untergegangenen Ortschaften, zwei Aussichtspunkten und am Schluss trafen wir in einem Dorf sogar eine aktive Bevölkerung an. Die Überraschung war aber eine richtige fränkische Einkehr am Weg, die sogar als solche markiert war.

Bisher waren die Möglichkeiten zur Einkehr nur im Wanderführer beschrieben, aber dann doch geschlossen.

Am Baum ist der Hinweis Frankenweg angeschlagen

Es geht zunächst wieder in den Wald mit herbstlichen Motiven, vorbei an ehemaligen Siedlungen.

Freitag, 22. November 2013

Frankenweg 2012 zweiter Tag,Aus dem Wald in das Tal der Rodach und zurück in die Einöde

Die verlassenen Dörfern am Rand des alten Frankenwegs machen fasst einen surrealen Eindruck. Zu sehen ist fasst niemand. Ist ja auch klar, auf dem Acker arbeiten weder Knechte noch Mägde. Wer hier wohnt, fährt zur Arbeit in eine der Städten im Tal. Dort lernen auch die Kinder, sofern es solchte gibt.

Der Spruch mit der Sicherheit durch Immobilienbesitz ist anscheinend nicht immer so ganz richtig:

Auf der verrosteten Anzeige steht eine Reklame von Wüstenrot

Ich fand das Motiv schon passend für die Stimmung.

Zu sehen waren noch prächtige Aufnahmen vom deutschen Wald im Herbst zu sehen und eine Verkehrsschlagader im Tal der Rodach

Freitag, 8. November 2013

Frankenweg 2012 erster Tag. Bei Blankenstein

Fünf Tage sollte die Wanderung dauern. Es ging darum mal etwas mitten in Deutschland zu machen und neue Regionen kennenlernen. Warum nicht den Frankenweg? Das Gepäck wird von Station zu Station gebracht, es brauchen nur jeweils so zirak 30 Km gewandert werden.

Der erste Tag begann in der Nähe von Bad Steben, früh morgens wird man mit einem Taxi in den Wald gefahren.

Und dann ging es los, die Wanderung in ein verlassenes Land:

Baum am Wegrand

Was würde einen hier begegnen?

Freitag, 11. Oktober 2013

Trinity College, die Uni Irlands

Ein Besuch beim Trinity College musste einfach sein. Es ist immerhin eine Uni in einer Liga mit Cambridge und Oxford. Aber was erwartet einen dort?

Ich wollte nicht am Eingangstor auf den Beginn der nächsten Führung warten und ging einfach direkt auf den Parlamentsplatz der Uni. Hier traf sich zwar nie das Studentenparlament, er heißt so, weil die umliegenden Gebäude im 17ten Jahrhundert vom irischen Parlament bezahlt und errichtet wurden.

Was es alles für Geschichten gibt.

Umschlossen von klassischen Gebäuden präsentiert sich der erste innere Platz des Trinity College

Sieht das alles so altehrwürdig aus, wie oben, oder gibt es moderne Bauten auf dem Gelände?

Freitag, 27. September 2013

Die Beschaulichkeit des keltischen Tiger

Als ich am alten Kanal in Dublin spazierenging, hat mich der Knabe auf der Bank links an Rowan Atkninson erinnert. Die Geschichte mit der Mitagspause, als er sich zu einem auf die Bank setzt und dann sein Lunchpaket auspackt. Anscheinend machen sie das tatsächlich so im angelsächsischen Raum.

Überhaupt hat sich Dublin einen eher dörflichen Charakter außerhalb des eigentlichen Zentrum erhalten. Da gibt es wenig dicht gedrängte Hektik, als vielmehr beschauliches, fast ländliches Treiben.

Am alten Kanal macht ein Angestellter Mittagspause.

Aber am Anfang die wichtigste Frage: Ist der Kanal noch in Betrieb?

Freitag, 13. September 2013

Der Papst und die irischen Proletarier

Das Kreuz für den Papst wurde anlässlich des Papstbesuchs im September 1979 aufgestellt. Es war der erste offizielle Staatsbesuch des neuen Oberhaupts der katholischen Kirche. Es hat ihn wohl interessiert wie katholisch das Land, das schon im 4. und 5. Jahrhundert missioniert wurde und immer der katholischen Variante der Kirche treu geblieben ist, eigentlich ist.

Aber was hat das nun mit Proletariern zu tun? Für mich ist es da Gruppendenken, das Teil sein einer Masse mit einem lokalen Anführer, zu dem aufgeblickt wird. Dieser hat wieder seine Anführer und er streitet sich mit den Chefs der gleichen Ebene. Das ist so ungefähr das, was in Irland seit keltischer Besiedlung praktiziert wird. Die König- und Halbkönigreiche haben sich untereinander prächtig zerstritten und es konnte ja auch in Zeiten der Einigkeit nie nach England expandiert werden, weil dort ja mächtigere Reiche waren.

Das in der Tiefe geht über diesen Beitrag hinaus. Mir fiel nur auf, dass die Fotos zu solchen Themen zusammengestellt werden können.

mächtig in Dublin.

Aber der Reihe nach. Wie sieht die Umgebung dieses Kreuzes aus?

Freitag, 30. August 2013

Oscar Wilde und die Ästhetik der georgischen Blöcke

Eigentlich hat mir  Oscar Wilde, der bekannteste Dandy Dublins nichts gesagt. Auf einer Stadtrundfahrt durch Dublin wies der Reiseführer auf die Figur hin und meinte, in diesem Park sei dieser Lebemann auch genau richtig. Beim Zusammenstellen der Fotos, die ich bei den "georgian squares" gemacht habe, fand ich es. Und ein Studium der wikipedia Einträge bestätigt die These.

Die squares sind die Häuserblöcke, die zur Zeit der vier Georgs (1714-1830) entstanden sind und heute unter Denkmalschutz stehen. Einige dieser Blöcke blieben unbebaut, hier entstanden Gärten, die teilweise privat und teils öffentlich sind.

Oscar wurde 1854 geboren, war anscheinend hochintelligent und hat sich dem Studium der Ästhetik gewidmet. Also nicht der Produktion von Gütern, sondern eher der kunstvollen Anordnung derselben. Und so passt seine farbige (!) Figur in dem schönen  Merrion Square ziemlich genau zu seinem Lebenswerk.

auf einem Stein im Merrion Square Dublin

Genau der richtige Ausgangspunkt für eine Betrachtung der georgischen Blöcke!