Dienstag, 28. Februar 2017

Mdina Die stille Stadt

In der Mitte von Malta liegt die Stadt Mdina oder auch Rabat auf einem Berg.  Das hat sich als Ziel des nächsten Ausflugs einfach angeboten. Bestimmt gab es von dem Berg jede Menge Aussicht und Panorama. Und dann bei der Rückfahrt noch einen Besuch in Mosta. Dort gibt es ein riesiges Bauwerk, das anscheinend wichtig war.

Hinter Mosta wurde die Busfahrt spannend. Die Buslinie endete nicht in Mdina. Wir wussten nicht genau, an welcher Station auszusteigen war. Andere Touristen mit Wanderschuhen stiegen weit vor der Siedlung aus.

Zum Glück hielt der Bus vor dem Eingang zur Zitadelle .

Das Stadttor von Mdina mit ihrem Wappen

Durch dieses recht martialische Tor ging es hinein in eine Welt der Ritter, die so nicht angekündigt war. Laut Hotelinformation, galt Mdina als die "stille Stadt", weil es dort ein Nonnenkloster mit Schweigegelübde gab. Die Ritter haben das dann wohl auch heldenhaft verteidigt.

Ganz überraschend begegnete uns in dieser Stadt jemand, der uns, im wahrsten Sinn des Wortes, den Weg zu einer inneren Begegnung mit eben dieser Geschichte wies.


Im Putz gedrücktes Marienbild

Zunächst war der Eindruck einfach nur fromm oder kitschig. Das ist hier eines der kleinen Figürchen, die in den Mauern befestigt wurden.

Ausblick in Richtung Mosta von der Zitadelle

Die Aussicht von der Befestigung aus war überwältigend. Von dort genossen wir den Überblick über die ganze Umgebung.

Auf der Suche nach Restaurant

Wenig später suchten wir in der Stadt noch nach Sehenswürdigkeiten und Restaurants. Auch hier waren wir nicht alleine.

Blick auf kitschigen Blumenkasten

Immer wieder gab es einfach idyllische Anblicke, die auf die SD Karte der Kamera wollten.

Blick auf die Mosta mit Rotunde

Dies ist der Blick hinunter zu Mosta. Deutlich zu erkennen die riesige Rotunde, in der im zweiten Weltkrieg Schutz gesucht wurde. Sie wurde wohl von einer Fliegerbombe, die, dank der Gebete der Gläubigen, nicht explodierte, heimgesucht. Das wollten wir uns auf dem Rückweg ansehen, der Bus von Buggiba fuhr daran vorbei.

Zwei Statuen in einem Garten an der Stadtmauer.

Wir gingen durch einen Garten mit diesen herrlichen Gestalten zu einer Kirche, die gerade von jemanden verschlossen wurde. Er grüsste. Wir grüssten zurück und dann sagte er, dass die Kirche erst nach der Mittagspause wieder aufmachen würde. Freundlich verabschiedete er sich. Wir schauten ihm noch nach.

Das musste der Priester der Kirche sein! Der Priester würde doch bestimmt richtig gut essen gehen. So gingen wir hinterher und sahen, wie er in einem alten Gemäuer verschwand. Es war dies der öffentliche Teil eines Klosters der Karmeliter.

Der abgeschlossene Teil des Karmeliterklosters

Das ist hier der Eingang zur Klausur, der abgeschlossene Teil des Klosters, in dem die Nonnen leben. Hier hat niemand Zugang. Vor der Tür wurde die Geschichte des Ordens erklärt. Wie am Berg Karmel im heiligen Land die Inspiration kam sich ganz der Versenkung hinzugeben.

Mit dieser Beschreibung und der Eindruck von der Stadt mit ihrem ruhigen Priester, der einfach um die Mittagszeit seine Pause macht, stellte ich mir dann vor, wie die Ritter die frommen Nonnen während diverser Belagerungen beschützten. Sie haben sie ja nie wirklich gesehen.

Die Fahnen am Stadtplatz von mdina

Nach dem Essen ging es dann noch einmal durch die Stadt zur Bushaltestelle. Hier kommen die roten Farben an den Fahnen gut zur Wirkung. Auf Malta gibt es wohl immer wieder Prozessionen mit aufwändigem Fahnenschmuck.

Die Glocke vom Karmeliterkloster zu Mdina

Es schien wichtig zu sein diese Glocken zu hören. Jedenfalls schauten viele Touristen in diese Richtung.

Rückblick auf die Zitadelle von Mdina

Zum Abschied noch ein kitschiges Foto vom Ausgang aus.

Die Rotunde von Mosta


Die Rotunde war leider geschlossen. Sie wurde von den Bewohnern Mostas im 19ten Jahrhundert gebaut. Die in der Sakristei ausgestellte Fliegerbombe habe ich nicht gesehen.

Dies ist der zweite Beitrag der Malta Reise 2014. Der erste Beitrag schilderte einen Ausflug zum Hafen von Valetta. Der drite Beitrag schildert den Besuch bei der blauen Lagune von Comino.