Freitag, 8. November 2013

Frankenweg 2012 erster Tag. Bei Blankenstein

Fünf Tage sollte die Wanderung dauern. Es ging darum mal etwas mitten in Deutschland zu machen und neue Regionen kennenlernen. Warum nicht den Frankenweg? Das Gepäck wird von Station zu Station gebracht, es brauchen nur jeweils so zirak 30 Km gewandert werden.

Der erste Tag begann in der Nähe von Bad Steben, früh morgens wird man mit einem Taxi in den Wald gefahren.

Und dann ging es los, die Wanderung in ein verlassenes Land:

Baum am Wegrand

Was würde einen hier begegnen?

Zunächst einmal nichts aufregendes. Es ist Herbst und einigermassen sonnig. Da gelingen einfach hübsche Fotos:

Kulturlandschaft im Herbst

Hier auch noch ein Hinweis an die historische Bedeutung dieses Weges. Er knüpft an den historischen Rennsteig durch Thüringen an. Von der Ostsee bis zum Bodensee wurde hier in vergangenen Zeiten gewandert.

Verbindung vom Rennsteig zum Frankenweg

Der erste Aussichtsturm wurde erklommen, es handelt sich um den Wiedeturm, der einen herrlichen Überblick über Umgebung gibt. Von hier konnte zu DDR Zeiten noch über die Grenze nach Thüringen gesehen werden.

Blick vom Wiedeturm Richtung Thüringen

Aber weiter geht der Weg, vorbei an unberührter Landschaft:

Wegstrecke beim Frankenweg

Bis an einem anderen Aussichtspunkt doch tatsächlich Industrie entdeckt wird, mitten im Wald. Es ist die Zellstoff- und Papierfabrik von Blankenstein

Zellstofffabrik von Blankenstein

Eigentlich sollte die Natur hier doch so unberührt aussehen, so malerisch schön, mit Hirschen, die die Felsen hinunterspringen:
Hirschsprung hinunter in das Höllental

Mit Orchideen am Wegesrand:

Eine Orchidee am Wegrand

Leider werden in den modernen Fabriken auch auf dem Land immer weniger Menschen beschäftigt, so dass die Gastronomie hier nicht auf Kundschaft wartet. Es sollten noch viele
Kilometer bis zum Imbiss zurückgelegt werden müssen!

Jetzt fing die Wanderung richtig an, es ging das sogenannte Höllental aufwärts und der Hirsch wurde noch einmal von unten abgelichtet.

Diesmal von unten aus dem Höllental fotographiert

Malerisch dieser Teil der Wanderung:

Malerisches Foto von einem roten Baum hinter einer Brücke

Ja so hätte es weitergehen können:

windungen und so weiter

Es ging danach noch durch eher verlassene Orte. Ich fand die Bezeichnung des Geschäfts gut, weil Name und Produkt so gut zueinander passen:

Der Name des Hauses zeigt genau, was den Besucher erwartet

Laut Reiseführer sollte hier in der Nähe eine Einkehrmöglichkeit sein. Leider war der Reiseführer ein wenig veraltet und das Restaurant mittlerweile eine Pizzeria, die Montags Ruhetag hatte. Zum Glück gab es noch einen Imbiss an einer Bushaltestelle.

Immerhin fuhr ein Bus in diesem Ort, die Wanderung führte weiter in fast verlassene Täler:

Es geht immer weiter

Die Schatten werden wieder länger und die Farben bunter:

Am Waldrand wird Landwirtschaft getrieben

Bis dann eine Herde Damwild den Weg kreuzt:

Es werden Damkühe gezüchtet

Aber wir wollten ja in einem Haus übernachten, deswegen führt der mittlerweile nicht mehr asphaltiert Weg weiter. Interessanterweise gibt es auch Landjugend mit einem Hang zum Graffiti. Aber mangels Interesse wurde wohl das Besprühen eingestellt:

An der Rückseite eines Einkaufszentrums hat die Landjugend gesprüht

Das ist die letzte Station auf dem Weg zur Herberge, es geht durch diese Ansiedlung und über den Wald am Horizont.

Vor der Kulmitz Mühle

nach Kulmitz, der Ort, in dem das Gepäck auf uns wartet.

zur Mühle, wo das Gepäck wartet

Und der Ort liegt am Ende der Welt.

mitten im Frankenwald

Auch hier war Montag ein Ruhetag, aber die Wirtsleute machten freundlicherweise eine Ausnahme, so gab es eine Bewirtung bis kurz vor neun und "dann war aber Schluss".

Dies war der erste Beitrag zur Wanderung auf dem Frankenweg, der nächste beschreibt den Weg durch das Tal der Rodach.