Montag, 9. April 2018

Blasket Island

Wer nach Irland fliegt, mietet sich ein Auto und schaut sich einfach alles an. Die Insel ist klein, überall kann in einem „Bed and Breakfasts“ übernachtet werden. So wurde mir das, als die Idee „lass uns doch mal Urlaub in Irland machen“ geäußert wurde, auch versprochen. Meine Mutter wollte allerdings nicht immer den Koffer aus- und wieder einpacken. Der Bruder schlug einen Flug nach Kerry vor, dann wären wir schon weit weg von Dublin. Von einem Ort in der Nähe sollte es doch möglich sein, einen großen Teil der Insel zu besuchen.

Die Wahl fiel dann auf ein Hotel in Dingle. Die Entfernungen schienen gar nicht mal so groß und so fand ich mich im Juli 2016 auf einem Boot wieder, das mich auf eine Insel vor Dingle brachte. Das war der erste Ausflug.

Die Fahrt von Kerry nach Dingle hatte mehr Kurven als Kilometer. Das mit dem „alles Anschauen“ war mit der Anfahrt schon Geschichte.

Blick auf die spanischen Piers von Dingle

Am ersten Tag sollte nicht gefahren werden. Dafür war meine Anreise dann doch zu hektisch gewesen. Warum nicht einen Ausflug per Boot machen? Am Hafen wurde eine Tour nach „Blasket Island“ angeboten. Der Preis schien mir recht hoch, dafür konnte noch ein Delphin gesehen werden und es gab Erklärungen einer Führerin.

Ihr Englisch war, zu meiner Überraschung, leicht verständlich. So lauschte ich Erzählungen von vergangenen Zeiten.

Donnerstag, 22. März 2018

Budapest - Kultur drinnen und draussen

Am dritten Tag in Budapest wollten wir die Prachtstraßen besuchen. Dazu ein wenig geschichtliches aufnehmen bei einer Führung durch Pest. Beim Frühstück im Hotel entdeckte ich das auf einem Flyer. Nach dem Mittag konnte die Synagoge besucht werden, wenn wir sie denn finden würden.

Zwei Häuser bilden eine Art Eingang zu einer Straßenflucht

Ich war ja gespannt, ob das ungarische Volkstanzfest begeistern würde. Es fand in der Nähe der Franz-Liszt-Akademie statt, in der wir vielleicht auch einem Konzert lauschen wollten.

Was wurde aus dem Plan?

Dienstag, 20. März 2018

Die Hauptstadt des Königreichs Mariens

Höhepunkt des zweiten Tags in Budapest sollte der Besuch einer Badeanstalt sein. Der Weg dorthin sollte durch die Fußgängerzone zur großen Markthalle führen. Nach einer Stärkung, die bestimmt viel zu teuer war, wollten wir über die Brücke zum Gellertbad gehen und dort das Wellnessangebot wahrnehmen.


Der Westbahnhof Budapests von seiner besten Seite.

Der Tag fing herrlich an. Der Westbahnhof zeigte sich von seiner besten Seite.

Es kam natürlich alles ein wenig anders als gedacht und offenbarte eine, mir unbekannte, fromme Seite des katholischen Glaubens.

Montag, 19. März 2018

Budapest - ganz fremd

Da blickte ich hinunter auf Buda oder Pest. Auf was, wusste ich nicht. Auf einer Seite der Donau war Pest, auf der anderen Buda. Am Tag zuvor kamen wir in Budapest an. Direkt am Flughafen konnte man ein drei Tagesticket für die Busse und Bahnen kaufen, mit dem auch Fahrt in die Innenstadt bezahlt war. So sparten wir die Fahrt mit dem Taxi ein und spürten schon mal den Flair des neuen, unbekannten Landes.

Und fremd kam mir das Ungarn vor. Es legte einen herein, weil das, was da in lateinischer Schrift zu lesen war, sich doch nicht zu bekannten Wörtern oder Strukturen zusammen setzen ließ. Die Aussprache war dann wieder ganz anders. Das machte die Fahrt mit der Bahn in die Stadt entsprechend interessant. Zum  Glück saß man sich auf Holzbänken gegenüber. Ein Plan mit den Linien war nicht auszumachen und jede Station versteckte die Namensschilder auf kreative Weise. Die Lautsprecheransagen passten nicht zur Schreibweise der Stationen. Unser Gegenüber blickte auf die Adresse des Hotels und zeigte mit der Hand die Zahl der Haltestellen, bis wir zu wechseln hatten.

Unser Hotel lag von hier oben aus gesehen schräg hinter dem Parlament. Das ist das Gebäude mit der Kuppel am Horizont. Im Hotel gab es tatsächlich die versprochene Einrichtung aus der Jugendstilzeit. Im Untergeschoss war damals wohl auch ein Jazzkeller.

Die Strasse hinauf zum Burgberg, der Blick zur Donau zur Rechten.

 Am nächsten Morgen ging es hinauf zur Burg um einen Überblick zu gewinnen. Jedenfalls dachte ich, dass dort auf dem Berg gegenüber eine Burg wäre.

Wir gingen zu Fuß von der Seite hinauf. Unterwegs besuchten wir eine Galerie, die merkwürdig, moderne Fotographie ausstellte. Es ging wohl um eine Art Performance, die dokumentiert wurde. Nach unserem kurzen Besuch wussten wir, dass die modernen Ungarn in Budapest auch wirklich Kunst kannten. Ein eigentliches Geschäftsmodell präensierte sich dem beiläufigen Besucher abar nicht.  Jedenfalls wurde uns überhaupt nichts greif- oder kaufbares angeboten.

Freitag, 29. Dezember 2017

Die Nekropole von Sillustani

Die Fahrt zum Flughafen nach Juliaca bestellten wir mit einem Abstecher nach Sillustani, der Nekropole am Titicacasee. Das war überraschend einfach über die Zentrale an der Plaza de Armas von Puno. Diese boten nur Fahrten direkt zum Flughafen an, aber der vermittelte Taxifahrer erklärte sich bereit früher loszufahren und den Abstecher zu machen.

Wir wurden an dem Parkplatz abgesetzt. Hinten am Horizont sind die Ruinen.

Blick über die Touristeninstallationen nach der Nekropole

Die Gebäude im Vordergrund gehören zu einer Art Resort oder Touristendorf. Was das genau war, erschloss sich mir nicht. Souvenirläden waren dabei, aber auch Restaurants und so etwas Ähnliches wie Unterkünfte.

Gab es dort auf der Kuppe etwas Außerordentliches zu sehen? Angeblich sollte es dort spuken.

Sonntag, 17. Dezember 2017

Taquile - die Insel der strickenden Männer

Es ging nach Taquile. Am Hafen von Puno nahm uns der freundliche Herr vom Tag vorher in Empfang und führte uns zu seinem Kahn. Das war ein ganz normales Boot mit Innenraum, Dach und einer Truppe von Touristen.

Als alle eingetroffen waren, stellte er sich in der Mitte des Innenraums und erklärte den Titicacasee. Seinen Namen hätte er von den Aimaras. Titi bedeutete Katze und Caca Fels. Der Name bedeutete Katzenfelsensee oder Felsenkatzensee. Geheimnisvoll verwies er auf eine Landkarte des Sees. Sah der Umriss nicht aus, wie ein springender Panther? Woher wussten die Vorfahren das? Flugzeuge hatten sie doch nicht.

Er zeigte die Position von Taquile auf der Karte an. Dort lebte sein Stamm. Vorher würden wir noch die Urus besuchten, die auf schwimmenden Inseln ein hartes, aber unabhängiges Leben führten. Nicht alle Schiffe könnten sie besuchen, aber mit dem Boot der Taquiles wäre das normalerweise kein Problem.

Es ging dann wirklich los.

Fahrt durch die Schilfwiesen von Puno

Noch waren wir in dem Kanal, der durch die Schilfwiesen führte, die die Bucht von Puno vom eigentlichen See trennten. Es waren einige Hütten im Schilf zu erkennen.

War das nun wirklich authentisch? Oder doch nur Touristenfolklore?

Samstag, 16. Dezember 2017

Puno - die Stadt am Titicacasee

Am ersten Tag vom neuen Jahr 2016 schaute ich mir Puno vom Balkon des Hotelzimmers aus an. Das Zimmer hatte ich gut gebucht. Es lag, wie auf der Umgebungskarte gesehen, direkt neben der Kathedrale in der Mitte der Stadt. Zum Hafen war es ungefähr ein Kilometer. Dazu brauchten wir einfach die Straße hinunterzugehen.

Als ich die Kamera absetzte und kurz das Bild kontrollierte, merkte ich die Höhe. Bei knapp 4.000 Meter über Meeresspiegel atmete ich weniger Sauerstoff ein. So ein ganz leichter Schwindel stellte sich ein. Etwas drückte dumpf an der Unterseite des Schädels, an dem Ort wo die Wirbelsäule anfängt. Das war eine interessante Art von Kopfschmerzen, die ich aber durch tiefes ein- und ausatmen bändigen konnte.

Blick auf den Titicacasee mit Kathedrale im Vordergrund

Nach einem kräftigen Frühstück fühlte sich die Welt leichter an. Zum Hafen wollten wir zu Fuß gehen. Das sollte zu schaffen sein!

Die Tickets für die Bootsfahrt zu den schwimmenden Inseln sollten erstanden werden.